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Long time, no see

Etwas vernachlässigt, der Blog in den letzten Wochen!

Ausnahmsweise leidet Beijing nicht unter der extremen Trockenheit, sondern eher unter wellenartigen Phasen von Regen-Schnee-Sonne-Wärme-Kälte. Am besten lässt sich das vielleicht dadurch illustrieren, dass das Hash-Rennen vor zwei Wochen unter mehr als unwirtlichen Bedingungen stattfand, während eine Woche später schon wieder strahlender Sonnenschein und deutlich höhere Temperaturen den Sonntagnachmittag zu einem angenehmeren Erlebnis machten.

Dass es heute in den outskirts von Peking wieder schneit, nehme ich eher zähneknirschend hin.

Ein Hauch von Österreich wurde letzte Woche im Great Wall Sheraton-Hotel hier in Peking verbreitet. Nachdem der europäische Gaumen hier ja schon einiges vermisst, habe ich mich zusammen mit Clémentine auf den Weg gemacht, um festzustellen, ob es denn möglich ist, authentische österreichische Küche hierher zu transportieren. Die gute Nachricht - es ist sehr wohl möglich (und man lasse sich nicht durch das Bild im verlinkten Artikel der China Daily verwirren)! Die schlechte - das Buffet war so riesig, dass es unmöglich war, alles zu probieren. Trotzdem, wer hätte schon gedacht, dass ich jemals hier in den Genuss von echtem Kornspitz kommen würde (natürlich gab es alle möglichen Arten von warmen und kalten Vor-, Haupt- und Nachspeisen, aber das *echte* Brot war schon ein Highlight.)

1 Kommentar 19.3.07 10:05, kommentieren

Schneeee

Obwohl in Peking soweit alles beim Alten ist, ist doch recht bemerkenswert, dass es in den letzten Tagen Wettererscheinungen gegeben hat, die ich in den letzten sechs Monaten so nicht beobachtet habe. Erstens hat es innerhalb von 3 Tagen zwei Mal geregnet, was somit doppelt so oft ist wie in der ganzen Zeit bisher, und zweitens schneit es draussen im Moment wie verrueckt. Was mich einerseits freut, weil es ja schoen anzusehen ist, andererseits bin ich das ja nicht gewoehnt von dem unglaublich trockenen Peking-Klima.

Ausserdem habe ich erfahren, dass ich eine neue Mitbewohnerin bekomme. Meine Gebete sind allerdings erhoert worden, es wird keine 18jaehrige Mongolin mehr sein - es ist die Tochter des Botschafters von Zimbabwe, die formal meine Zimmerkollegin sein wird, aber faktisch ausser Haus in ihrem eigenen Apartment wohnt

Somit bleibt der heutige Eintrag kurz, morgen soll es eventuell zum Hash gehen, falls es nicht mehr ganz so kalt und schneeig ist.

2 Kommentare 3.3.07 20:52, kommentieren

Eine Woche Spring Festival

Seit 8 Tagen bin ich nun wieder hier, und ich bin nicht sicher, ob mein Hoervermoegen noch dasselbe ist. Obwohl der offizielle Beginn des neuen Jahres nun schon sechs Tage her ist, kracht es draussen immer noch, als ob der Jahreswechsel unmittelbar bevorstehe. Ich bin allerdings guter Dinge, dass mit dem offiziellen Ende der Feierwoche auch das vorbei sein wird.

In other news, CNN brachte diese Woche einen interessanten Bericht ueber die Bemuehungen der chinesischen Regierung, das mehr als charmante Chinglish von den Strassen Pekings zu entfernen, um bei den Olympischen Spielen einen guten Eindruck zu machen. Ueberall werden Freiwillige gesucht, die sich damit beschaeftigen sollen, all die kreativen englischen Uebersetzungen von Chinglish in Englisch zu uebertragen. Ich wuerde allerdings sehr bedauern, wenn die Warntafel in der Kantine ploetzlich "Wet floor" oder so etwas anstatt "Beware of landslide" sagen wuerde! Andere Beispiele sind hier oder hier zu finden. Und wo kaemen wir denn da hin, wenn wir ploetzlich wissen wuerden, was wir wirklich essen wollen! Save Chinglish!

3 Kommentare 24.2.07 15:02, kommentieren

Xin nian kuaile, Klappe die 2.

Es wird Zeit, hier weiter zu berichten, wie es mir so ergeht - nach aufregenden 3,5 Wochen in good old Austria bin ich wieder im fernen Osten angekommen und wie sollte es anders sein, hier gibt es keine Verschnaufpause! Aber der Reihe nach..

Es war ein dunkler Wintermorgen, als ich mich aufmachte, das Reich der Mitte wieder zu erobern (na ja.. oder so.) Den Koffer voll mit Red Bull, freute dies den Angestellten im Muenchner Flughafen gar nicht so und einige Pullover mussten ausquartiert werden. Aber wer schon einmal das chinesische Red Bull gekostet hat, weiss, warum das oesterreichische mit Haut und Haaren verteidigt werden muss..! Buchstaeblich an allen Ecken und Enden bepackt bin ich also erst nach Amsterdam gereist, wo ich einen wunderschoenen Nachmittag verbrachte (thanks to my very dear Ko!), und dann ging es wieder nach Peking. Dort war keine Zeit, den extremen Schlafmangel auszumerzen... zumindest vorerst.

Es kam der 17. Februar. Der Jetlag war boese. Man schlaeft.. und schlaeft.. und schlaeft. BUMM. kawumm. explodier. Autoalarme, die losgehen. Ich schrecke auf. Bettdecke ueber den Kopf? Mit Polster unter den Tuerstock? Peking under attack? Aber nein.. Keineswegs. .. Das chinesische Silvester war da. Alle Knallkoerper, die in Oesterreich in etwa seit Jahrhunderten verboten sind, wurden bereits tagsueber tonnenweise in die Luft gejagt. Und an Schlaf war somit nicht mehr zu denken. Nach einem ausgiebigen chinesischen Abendessen haben wir uns, Empfehlungen zufolge, an den Houhai-See begeben, um das Feuerwerk zu begutachten. DAS Feuerwerk? Ha. DIE Feuerwerke ist noch eine Untertreibung. Die "kleinen" Privatfeuerwerke vor Mitternacht uebertrafen wohl schon das offizielle Silvesterfeuerwerk in Innsbruck. Wie es also um Mitternacht zuging, diese Vorstellung bleibt dem geneigten Leser ueberlassen.

Dass die Nacht nach stundenlangem Bewundern von Raketen und extrem lauten Boellern in einem Lokal bei viel Karaoke und Wuerfelspielen weiterging, passt wohl zum neuen JAHR DES SCHWEINS (und uebrigens ist es auch das Jahr 4704, das wir hier feiern. Oder 4705, da sind sich die Gelehrten nicht ganz einig).

Und dass es jetzt sieben Uhr frueh ist und ich dank Jetlag im Internetcafe sitze und bloggen kann, das leitet das neue Jahr vielleicht auch ganz passend ein.

3 Kommentare 18.2.07 00:13, kommentieren

Ganz schnelles Update

Da ich extrem hen mang bin, nur ein schnelles update - was ist so passiert? Ségolène Royal war hier, das war höchst interessant; Ski fahren war ich auch wieder, diesmal in einem Gebiet mit dem klangvollen Namen Shijinglong; und in all dem Freizeitstress haben heute auch noch die final exams begonnen. Mit einer eher negativen Überraschung, da deutlich schwieriger als erwartet, heute Morgen und einer sehr positiven heute Nachmittag, insgesamt glaube ich aber sagen zu können, dass ich mich nächstes Semester ganz stolz als B-ban xuesheng bezeichnen darf Aber ich will ja nichts verschreien, morgen gibt es noch die letzte Prüfung. Und in 6 Tagen betrete ich ja schon wieder heimischen Boden, schnell ist die Zeit vergangen!

ETA einen Tag spaeter - und Feeerien!

1 Kommentar 15.1.07 09:50, kommentieren

Shanghai

Eigentlich sind wir schon seit Mittwoch zurueck, aber mein etwas angeschlagener Gesundheitszustand hat noch keine allzu langen Online-Sessions zugelassen.. meine Konstitution ist, nach viermonatiger Trockenheit, wohl noch nicht an etwas feuchtere Klimazonen gewoehnt. In Shanghai habe ich naemlich zum insgesamt zweiten Mal, seit ich hier angekommen bin, echten Regen gesehen. Und wohl etwas zuviel davon, was in einer ordentlichen Erkaeltung geendet hat. Aber gut, man ist ja nicht aus Zucker und so geht auch das vorbei.

Unser Neujahrsziel war also wirklich eine Reise wert. Unsere neunkoepfige Reisegruppe aus 7 Laendern (Brasilien, Frankreich, Bulgarien, Weissrussland, Kolumbien, Holland und eben Aodili) hat die Stadt ziemlich unsicher gemacht und auch wenn die Zugreise lang war (13,5 bzw. gut 12 Stunden), haben wir uns von den Strapazen schnell erholt und versucht, in der kurzen Zeit soviel wie moeglich vom Tag- und Nachtleben zu sehen. Ich stelle fest - alles, was in Peking weit ausgebreitet ist, ist in Shanghai hoch! Bsp - Wo in Peking 10 - 12spurige Strassen NEBENeinander verlaufen, verlaufen sie in Shanghai einfach 5 dreispurige Strassen UEBEReinander. Ein kurzer Vergleich Shanghai-Peking zeigt uns:

1) Sprache: Ein sehr viel groesserer Teil der Bevoelkerung Shanghais ist der englischen Sprache maechtig. Das ist fuer einen Reisenden von Vorteil, den Chinesisch Lernenden allerdings motiviert es nicht unbedingt, seine Sprachkenntnisse zu erweitern. Das Mandarin, das in Shanghai gesprochen wird, unterscheidet sich von dem in Peking markant und ist fuer unsere an den Pekinger Dialekt gewoehnten Ohren schwer (oder besser NOCH schwerer) zu verstehen.

2) Essen: Hier geht eindeutig ein Punkt an Peking, es ist deutlich guenstiger, schmeckt besser und die Portionen sind groesser. Ha.

3) Verkehr: Man moechte es kaum glauben, aber ich bin geneigt, auch hier einen Punkt an Peking zu vergeben. In beiden Staedten sind die Strassenverhaeltnisse gleich wahnsinnig, aber was in Shanghai dazukommt, sind Tausende und Abertausende von Motorradfahrern, gleich ruecksichtslos, aber gefaehrlicher als die Millionen Radfahrer, die ebenfalls beide Staedte bevoelkern.

4) Luft und Klima: Geht eindeutig an Shanghai. Die Luft ist viel besser und bei weitem nicht so trocken, ausserdem wird es nicht so eiskalt wie in Peking. Ting shuo allerdings, dass es im Sommer ziemlich feuchtheiss wird, und das kann ja, wie wir aus Washington wissen, auch durchaus Probleme bereiten.

5) Allgemein: Ich zitiere Yasmine - "Shanghai is more haokan, but we feel more shufu in Beijing." Was so viel heisst wie, dass Shanghai schoener anzusehen ist, wir uns aber wohler in Peking fuehlen. Shanghai ist viel moderner als Peking, es gibt mehr Leute und man muss die Stadt wirklich gesehen haben, sie ist grossartig! Fuer den Moment fuehlt sich aber Peking schon viel mehr als Heimat an. Allerdings muesste man wohl in Shanghai gelebt haben, um einen tatsaechlichen Vergleich zu ziehen. An Peking geht aber mit Sicherheit der Pluspunkt, dass hier (noch.. wer weiss, wie lange noch) viel mehr alte chinesische Bauten erhalten sind, es gibt die Hutongs, die in Shanghai schon laengst alle ausgerottet sind, es gibt mitten in der Stadt kleine Siedlungen, was in Shanghai mittlerweile undenkbar waere. Shanghai erinnert viel mehr an westliche Grossstaedte.. Na ja, gross ist die Stadt auf jeden Fall

2 Kommentare 7.1.07 08:10, kommentieren

Ein schnelles..

... xin nian kuaile an alle, frohes neues Jahr naemlich! Auch wenn es noch zu frueh ist, aber morgen Abend geht es ja fuer 4 Tage nach Shanghai, das heisst also, dass ich nicht mehr zeitgerecht gute Wuensche verschicken koennen werde.

Hier ist uebrigens der Link zum Fotoalbum von That's Beijing. Am 13. Jaenner gibt es schon den naechsten Snow Jam, wer weiss, ob ich da nicht gleich wieder mit von der Partie sein werde

5 Kommentare 28.12.06 14:08, kommentieren