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Weihnachten in China!

Weihnachten ist vorbei (nun ja, wenn man es streng bis zum 26. zaehlen will, dann nicht, aber hier war ja heute schon wieder Unterricht, also ist es vorbei) und Anfragen, wie man denn nun in China Ski faehrt, will ich hiermit beantworten. Vorweg, es war ein ausgezeichneter Tag, aber das lag nun nicht unbedingt am ausgezeichneten Skigebiet! Julien hat bereits ueber den Tag gebloggt und man sieht einige Fotos vom Skigebiet. Man beachte, dass Zentimeter vom eigentlichen Areal entfernt kein Bisschen Schnee mehr liegt, was einen doch gar nicht so entfernt an die Piefke-Saga erinnert..
Der Tag begann also sehr frueh (Abfahrt von der Uni um 6am) in einem Lokal, wo uns ein very delicious breakfast serviert wurde.That's Beijing hat fuer die 150 Teilnehmer keine Muehen gescheut! Um halb acht ging es dann in drei Bussen Richtung Nanshan Ski Resort, wo sich unsere kleine, aber feine Reisegruppe schon sehr auf den Tag freute und die Noch-Abwesenheit der chinesischen Tagesgaeste nuetzte, gleich die attraktive Skikleidung an uns zu reissen.
Die Pisten waren zwar nicht zahlreich, aber gut, das Mittagsbuffet sehr reichlich (und nein, ich war nicht schlecht auf, der Fotomoment war eben schlecht..), geproschtet und gelacht wurde viel und die Zeit ist viel zu schnell vergangen.
Dass dann einer der drei Busse auf der Rueckfahrt (nach einem ausgiebigen Hotpot-Abendessen) eingegangen ist und ich in einem Anfall von Weihnachtsstimmung meinen Platz im funktionierenden Bus gespendet und Heiligabend ohne meine Reisegruppe, dafuer mit vielen anderen netten Leuten auf einer Autobahn verbracht habe, hat der Stimmung keinen Abbruch getan, sondern eher noch zum Amusement beigetragen... Quasi Hunderte von Fotos des Events sollte es demnaechst auf der Homepage von That's BJ geben und vielleicht, vielleicht.. auch in meinem Fotoalbum, wo eh schon ca. 15 Alben warten, endlich hinzugefuegt zu werden.

26.12.06 13:45, kommentieren

Shengdan Jie kuaileeee

Es wird schon Zeit fuer Weihnachtswuensche, die naechsten beiden Tage werde ich naemlich kaum online koennen.

In dem Sinne - FROHE WEIHNACHTEN an alle, die dies lesen
(und hoffentlich in mehr Weihnachtsstimmung sind als ich!)

Mein groesstes Weihnachtsgeschenk hat sich allerdings heute schon geoeffnet, ganz von selbst - meine Zimmerkollegin kehrt dieses Wochenende in die Mongolei zurueck und wird bis zum naechsten Semester nicht mehr wiederkommen. Das reicht eigentlich fuer drei Weihnachtsfeste..

Andere Neuigkeiten gibt es nicht viele, in den naechsten Tagen gibt es zwei Weihnachtsparties, den Skitag und einen Weihnachtsbrunch. Und eine Pruefung gleich nach Weihnachten, da wir am 25. einen Tag frei haben und die Lehrerin befindet, dass wir ja nicht alles vergessen sollten dadurch. Nach Shanghai geht es am 29., dafuer kommen wir erst am 3. zurueck, da die Tage von 1. - 3. jetzt fuer unterrichtsfrei erklaert worden sind. Keine zwei Wochen spaeter sind schon die Abschlusspruefungen und CFAU, Klappe die erste faellt..

4 Kommentare 22.12.06 09:09, kommentieren

Kalt!

.. aber das ist auch schon das Einzige, was erahnen lässt, dass Winter ist. Obwohl, genau genommen ist ja noch gar kein kalendarischer Winter. Obwohl ich vermute, dass das auch keinen großen Unterschied macht. Von Schnee keine Spur, was bedeutet, dass auch die Kälte nicht viel Sinn macht, die dafür ist permanent vorhanden. Nun ja, am 24. Dezember werden wir ja Schi fahren gehen - kalt genug für Kunstschnee ist es definitiv. Ob das für Weihnachtsstimmung sorgt, bleibt zu bezweifeln, aber eine originelle Weihnachtsgestaltung ist es mit Sicherheit. Langsam wird mir aber auch etwas klarer, warum hier kalte Getränke eher unbekannt sind und man im Restaurant mit ziemlich großen Augen angestarrt wird, wenn man bei der Bestellung kundtut, dass man das Wasser/Cola/Bier gerne kalt hätte. Prinzipiell wird hier nämlich natürlich Tee getrunken. Wenn man nun - wie ich - nicht so der Teeliebhaber ist und zum Beispiel Wasser will, wird dieses ebenso heiß wie der Tee serviert. In Zeiten wie diesen allerdings vielleicht gar nicht so ungünstig.

Ansonsten geht hier alles seinen gewohnten Gang, immer viel los. Akademisch dauert das Semester noch ziemlich genau vier Wochen, unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht!  

In zehn Tagen geht es bereits nach Shanghai, und unsere Reisegruppe scheint immer größer zu werden. Am 28. abends geht es los, am 2. Jänner morgens sollten wir wieder zurück sein. Hoffentlich gesund und munter

2 Kommentare 18.12.06 17:03, kommentieren

Rocking around the christmas tree...

Also, entgegen anders lautender Annahmen bin ich nicht in China verschollen, nur unglaublich beschaeftigt und dementsprechend wenig online (und das will was heissen!)
Ich bitte den geschaetzten Leser, morgen (also am 11. Dezember) kurz innezuhalten und dem fuenfjaehrigen Jubilaeum des Beitritts Chinas zur WTO zu gedenken. Oder vielleicht nicht ganz so kurz, sondern eher.. drei Stunden lang. Das ist naemlich, wozu wir gestern mehr oder weniger zwangsverpflichtet wurden. Genauer gesagt, man hat uns ins Publikum einer CCTV-Fernsehshow als.. ich wuerde fast sagen, Quotenauslaender verfrachtet. Drei Stunden voller chinesischer Reden, Lobpreisungen und Interviews ueber countervailing duties. Ich wuerde sagen, das naechste Jubilaeum sollte man vielleicht erst in .. 45 Jahren oder so feiern.
In other news, heute ist eine Ausstellung von Liu Xiuming, einer chinesischen Kuenstlerin, die seit 20 Jahren in Oesterreich lebt, eroeffnet worden und da man sich ja auch hin und wieder kulturell weiterbilden soll und ich hier, wieder entgegen anders lautender Annahmen, ja nicht nur am Feiern bin, habe ich mich interessiert dorthin begeben. Was sich auch sehr gelohnt hat.
Der Rest der Zeit ist momentan doch mit der Sprache ausgefuellt (und morgen beginne ich meinen deutsch-chinesischen Sprachaustausch, ich hoffe, das hilft!), mit Housewarming- und anderen Parties (und natuerlich mit Pubquizzes) und ausserdem mit den Planungen fuer Weihnachten und Silvester. Hongkong ist vielleicht doch etwas teuer, deshalb werden wir das neue Jahr wohl in Shanghai begruessen. Fuer den 24. Dezember gibt es nunmehr ein spezielles Programm fuer zumindest vier von uns - wir haben beschlossen, Ski fahren zu gehen! That's Beijing organisiert einen Skitag im Nanshang Ski Resort und wir schliessen uns dem an. Ich bin gespannt, to say the least.

Abschliessend ein public service announcement - vom 21. Jaenner bis zum 15. Februar werde ich mich zwecks Urlaubsaufenthalt nach Aodili, wie Oesterreich hier heisst, begeben

3 Kommentare 10.12.06 12:12, kommentieren

Inspektion!

Es ist Zeit für einen neuen Bericht aus China, und die beste Zeit ist immer jene am Abend vor einer Prüfung. Ja, es gibt schon wieder eine Prüfung, und bevor ich mich damit beschäftige, wie man am besten ausdrückt, dass man auf der Post ein Paket aufgeben will oder für eine Delegation ausländischer Firmen in Shanghai simultan übersetzen will, wird es doch Zeit, vom Universitätsleben hier zu erzählen.

Nächsten Montag bis Mittwoch gibt es nämlich eine Inspektion auf der Universität hier.  Unsere Professoren haben uns ausdrücklich nahegelegt, besser gar nicht zu kommen, als zu spät zu erscheinen. Normalerweise funktioniert es hier so (im Fall eines müden liuxuesheng, wie ich es bin) -

7:15 - der Wecker läutet. Man öffnet ein müdes Auge, beschließt, noch fünf Minuten liegen zu bleiben und kommt dem auch nach.

7:30 - man MUSS aufstehen. Immer noch müde, schafft man es, sich doch für den Kurs fertigzumachen und begibt sich ins Erdgeschoß, um sich mittels Kaffee (eine traurige Sache übrigens. Dass man tatsächlich beginnt, den Kaffee aus dem Automaten hier zu brauchen. Ich sage nur - der Automatenkaffee auf der Akademie war eine Delikatesse dagegen.) und einer Morgenzigarette vor der Tür halbwegs ansprechbar zu machen.

7:55 - man begibt sich Richtung Unterrichtsgebäude. Hier wird es nun spannend. Wird man überrannt werden? Oder nicht? Denn sobald sich die Uhr auf 8:00 bewegt, wird man, entspannt und der akademischen Viertelstunde entgegen sehend, überrascht von einem gestressten chinesischen Studenten nach dem anderen. Ein Zielsprint wird hingelegt, koste es, was es wolle. Das Einzige, was zählt, ist, vor dem Läuten der gefürchteten Glocke im Klassenzimmer zu sein. Wer nun jemals auf einer österreichischen Universität studiert hat, kann erahnen, welche Umgewöhnung es erfordert (ich möchte allerdings betonen - nicht nur für mich)

8:05 - erschöpft, aber doch hat man es geschafft, sich in der Menschenmenge an den richtigen Platz zu begeben.

Fast forward - 11:40. Kurse sind vorbei und man tut alles, um sich  selbstständig die Treppen hinunterzukämpfen, anstatt getragen zu werden. Noch wichtiger - man versucht, in die Mensa zu kommen, bevor Hunderte von chinesischen Studenten (die idealerweise erklären können, was sie essen wollen) das Angebot geräumt haben.

Was sich nun massiv ändern soll für drei Tage,  ist, dass man

1. pünktlich ist

2. nicht im Gebäude raucht

3. abends im sushe keinen Lärm macht.

Nun, Letzteres betrifft uns weniger - die internationalen Studenten sind im Allgemeinen am Abend recht friedlich, sofern sie nicht aus der Mongolei kommen. Dass sich die mongolischen Studenten am Abend etwas zurücknehmen sollten, kommt uns eher gelegen.

Ich hätte im Übrigen noch anzumerken, dass ich (dank Julia) hörte, dass es in Lille anscheinend 20 Grad hat. Ich würde derartige Temperaturen sehr begrüßen, schließlich gibt es hier keinen Christkindlmarkt, aber dafür haben wir die Kälte.. Ich musste 62 Weihnachtslieder auf meinen iPod laden, um so langsam zu beginnen, vielleicht doch noch in Weihnachtsstimmung zu kommen

3 Kommentare 30.11.06 12:38, kommentieren

Der Winter naht.. auch hier.

Désolée ob der momentanen Flaute an Einträgen, einerseits war ich ziemlich beschäftigt, andererseits tut sich nichts weltbewegend Neues hier. Obwohl es natürlich durchaus erwähnenswert ist, wenn man vom obersten Direktor der größten Bank des Landes zum Essen eingeladen wird (6 Gänge! Französischer Wein!) und zufällig mit dem Enkel eines ehemaligen französischen Präsidenten in der Kai-Bar feiert.

Es begab sich also, dass viele der honorigen Herren (Politiker und Universitätsrektoren aus ganz China), die sich momentan hier an der Universität aufhalten, vom Direktor der Bank of China zu einem Empfang geladen wurden. Da eben diese Herren auch stets ihr Englisch verbessern wollen, schien es nur naheliegend, ein paar liuxuesheng zum Empfang zu bitten, darunter auch mich. Pflichtbewusst sind wir der Einladung nachgekommen..! Und es hat sich gelohnt.

Ansonsten wird es kalt hier. Und ich meine kalt. Das klitzekleine Hoch, das für morgen angesagt ist, rettet uns auch nicht. Letzte Nacht, ich traute meinen Augen kaum, hat es geschneit - und entgegen einiger Wetten kamen die Schneeflocken nicht schwarz vom Himmel. Liegen blieb zwar noch nichts, aber als Vorbote reicht das ja schon! Davon, dass in 4 Wochen Weihnachten ist, merkt man hier allerdings nichts  

2 Kommentare 25.11.06 15:35, kommentieren

Ferien, sozusagen

Das ist zwar (leider) nicht wörtlich zu nehmen, aber vorerst fühlt es sich schon fast so an, nachdem die midterm exams alle vorbei sind und die finals noch zwei Monate entfernt sind (oder nur mehr zwei Monate? Das ist ja kürzer, als ich überhaupt schon hier bin!) Die Ergebnisse für Reading und Writing sind heute angekommen und bei 94 von 100 Punkten kann ich mich fast schon auf meinen Lorbeeren ausruhen. Oder auch nicht, ich fürchte, das spiegelt nicht ganz die Realität meiner Chinesischkenntnisse wieder, aber zumindest klingt es gut. Ansonsten ergeben sich hier verrückte Ideen wie jene, Silvester in Hongkong am Strand zu feiern oder jene, im Juli mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Europa zurückzukehren. Beides durchaus überlegenswert, momentan versuchen wir, die Zugpreise nach Hongkong auszutüfteln, damit uns der mögliche Trip nicht ruiniert.

Kleine originelle Ereignisse beinhalteten in der letzten Woche unter anderem einen Amerikaner, der mit mir unbedingt über Hermann Broch diskutieren wollte, und einen Abend mit chilenischem Wein, spendiert von Clementine (ja, hier muss man Wein aus Chile trinken, um überhaupt guten Wein zu erhalten)

Chinesische Kuriositäten sind momentan weniger erwähnenswert, ich habe den Verdacht, dass ich schon an das meiste gewöhnt bin, was ich hier so sehe Obwohl ich wieder einmal den Mut bzw. die Lebensmüdigkeit einiger Polizisten bewunderte, die sich zu dritt auf die Kreuzung einer achtspurigen und einer sechsspurigen Straße gestellt haben und versucht haben, den Verkehr von Hand zu regeln - und das in einer Stadt, wo sich ja schon niemand um die Ampeln kümmert :D Oder vielleicht tun sie das schon, nur gilt ja für einen Fußgänger das Grundprinzip, dass, wenn er die Straße bei Grün überqueren will, immer noch von drei Richtungen Autos kommen könnten. Das könnte einen Eindruck von Chaos erwecken.

3 Kommentare 15.11.06 11:06, kommentieren