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Neuer Blog!

Nachdem ich jetzt schon fast eine Woche in Peking bin, wird es Zeit, einen Blog einzurichten.. Je nach Internetzugang wird er wohl oefter oder weniger oft upgedatet werden. Auf der Suche nach einer Kamera bin ich auch noch, aber sobald es eine gibt, wird es hier auch Fotos geben, schliesslich gibt es so einiges, was wert ist, bildlich festgehalten zu werden. Zai jian inzwischen!

13.9.06 12:40, kommentieren

Die erste Woche

Wochenrueckblick? Oder so aehnlich. Heute vor einer Woche bin ich also angekommen und gleich am ersten Tag in der Welcome Party der internationalen Studenten gelandet, wodurch ich auch gedachte, den Jetlag zu ueberlisten, was aber leider nicht so geklappt hat. Ein verschlafenes Wochenende folgte, an dessen Ende meine Mitbewohnerin Onika, eine 18jaehrige Mongolin mit hoechst peripheren Englischkenntnissen, einzog. Die Kommunikation gestaltet sich dementsprechend! Was organisatorische Dinge betrifft, fuehle ich mich hier an Russland erinnert, mit dem Unterschied, dass die Chinesen sich meist deutlich freundlicher zeigen als seinerzeit die russischen Universitaetsobrigen. Dass deshalb etwas schneller funktioniert, bedeutet das zwar nicht, aber nun gut, wir haben ja Zeit hier.

Weniger Zeit bleibt allerdings, was das Chinesischlernen betrifft. Taeglich vier Stunden begeben wir uns in das Klassenzimmer in der Hoffnung, erleuchtet zu werden, aber die sprichwoertliche Gluehbirne brennt noch sehr schwach. Immerhin kann ich nach meinem vierten Unterrichtstag unter anderem schon sagen, dass der Lehrer acht Tischtennisbaelle besitzt, dass ich nicht zur Bank, sondern zur Post gehe und feststellen, dass heute Donnerstag ist. Die chinesischen Schriftzeichen stellen fuer jemanden wie mich, der im Zeichnen eher.. hoechst unterdurchschnittlich begabt ist, doch schon eine grosse Herausforderung dar, aber man munkelt, das soll mit der Zeit besser werden.

Ansonsten sind die Mitstudenten sehr nett, gestern bin ich mit original kolumbianischem Chili bekocht worden und das Tsingtao fliesst auch immer wieder mal

3 Kommentare 14.9.06 07:03, kommentieren

China von A - Z. A wie Autos.

Wochenende! Nach zwei relativ durchwachten Naechten *hust* wird es Zeit, einen kontemplativen Blick auf verschiedene Eigenarten der hiesigen Bevoelkerung zu werfen.

Etwas, das nach zehn Tagen und wahrscheinlich auch in einem Jahr noch taeglich ein paar herzinfarktaehnliche Attacken verursacht, ist der Verkehr. Ganz Peking ist etwa 24 Stunden am Tag im Auto unterwegs, und wenn nicht das, dann wenigstens mit dem Fahrrad oder mit einem der unglaublich gefaehrlichen motor bikes. Wirklich unglaublich gefaehrlich, denn anscheinend hat es im letzten Jahr beinahe zehn Prozent der internationalen Studenten der CFAU dahingerafft zu versuchen, eines dieser toedlichen Gefaehrte zu besteigen. Der Wahrheitsgehalt bleibt zu bezweifeln, aber im verzweifelten Versuch, uns von der Inbetriebnahme eines motor bikes abzuhalten, wurde uns mitgeteilt, dass alle zehn internationalen Studenten der Uni, die letztes Jahr ein motor bike bestiegen haben, toedlich verunglueckt sind. Bei einer Gesamtzahl von 100 - 150 waere das doch ein betraechtlicher Anteil

Ein Tipp fuer Pekingreisende - es ist ratsam, im Taxi nicht vorne zu sitzen und im Bus nicht aus dem Fenster zu sehen. Das schont die Nerven und man sieht zumindest nicht, wenn der Taxifahrer wieder versucht, von der ganz linken auf die ganz rechte Spur der 5spurigen Stadtautobahn zu wechseln und dabei dreissig andere Autos so schneidet, dass sie jeweils nur um Haaresbreite das eigene verfehlen.. Es ist immer ein Abenteuer, eine Strasse zu ueberqueren, aber so ganz ausgeliefert zu sein, ist etwas ungewohnt.

Soweit also das Wort zum Samstag. Morgen werde ich zum ersten Mal an dem Welt umspannenden Ereignis eines Laufs der Hash House Harriers teilnehmen, und das benoetigt natuerlich entsprechende Vorbereitung!

16.9.06 13:27, kommentieren

Hash House Harriers..

.. leider verpasst heute. Die Beginnzeit ist nach vorne verlegt worden und nachdem wir uns letzte Nacht durch Sanlitun gekaempft haben, haben wir das zu spaet mitbekommen. Aber es ist nicht so schlimm, kommt Zeit, kommt ein neuer Sonntag.

Deshalb muss ich die Zeit nuetzen, mein Chinesisch auf Vordermann zu bringen. Und an und fuer sich ist es mir gar nicht so unrecht, nicht der bruetenden Hitze ausgesetzt zu sein.

4 Kommentare 17.9.06 10:18, kommentieren

China von A - Z. B wie Babies.

Das Wetter ist heiss, die Luft ist schlecht, aber es bleibt unbestritten, dass die Babies und Kleinkinder hier zu den suessesten der Welt gehoeren. Haette ich schon eine Kamera, wuerde ich wohl jedes fotografieren, aber zumindest sehe ich sie genauso verzueckt an wie umgekehrt (das ist uebrigens auch so ein Phaenomen.. man moechte meinen, dass eine Grossstadt wie Peking genug Auslaender hat, dass die Menschen daran gewoehnt sind, aber oft halten Autos mitten auf der Strasse an, damit die Besitzer uns naeher betrachten koennen)

However, was ich erst fuer ein Geruecht hielt, mittlerweile aber tatsaechlich gesehen und fuer relativ .. interessant befunden habe: Die meisten Babies hier tragen keine Windeln. (Ja, egal, welchen Gedanken der geneigte Leser jetzt hegt, ich hatte denselben) Stattdessen tragen sie eine so genannte kai dang ku, eine Hose mit einem grossen Loch im Schritt Hier gibt es einen interessanten Artikel aus der China Daily mit Bild dazu. Der Artikel sagt zwar, dass mittlerweile in den Staedten und somit auch in Beijing mehr Windeln verkauft werden, aber es gibt jedenfalls immer noch genuegend Babies, die diese Hosen tragen. Weiter spinne ich den Gedanken lieber nicht, ist eher eine fuer mein Gemuet absurde Alltaeglichkeit... Allerdings musste ich das natuerlich gleich (zensuriert) googlen und anscheinend gilt das, was hier seit wahrscheinlich Jahrtausenden so praktiziert wird, in Europa und den USA schon bald als Trend.

Ansonsten alles gut hier, ich lerne brav Chinesisch und heute Abend gibt es ein Pubquiz und wir werden in Andres' Geburtstag feiern!

4 Kommentare 19.9.06 09:21, kommentieren

China von A - Z: C wie cccchrrrchhhhrr

Es wird Zeit, all jene, die beabsichtigen, vielleicht tatsaechlich hierher zu kommen, behutsam auf eine besondere Eigenheit der chinesischen Bevoelkerung vorzubereiten.

Achtung, was hier folgt, ist definitiv TMI, aber es geht nun mal nicht anders.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit hoert man es und es ist a) laut, b) etwas Angst einfloessend und c) sehr eklig

Also, es steht hier an der Tagesordnung, Koerperfluessigkeiten (und auch saemtliche anderen Geraeusche, und ich meine alle!!) loszuwerden, wo man steht und geht. Mit anderen Worten: Jeder, egal welchen Alters oder Geschlechts (obwohl der maennliche Teil schon viel schlimmer ist, aber ehrlich) spuckt hier andauernd ueberall hin. Das klingt vielleicht nicht sehr dramatisch. Dramatisch wird es erst durch die Tatsache, dass das Geraeusch, das ich im Titel versucht habe darzustellen, sekunden-, wenn nicht minutenlang, genanntem Akt vorausgeht. Ich weiss nicht, was sie machen, aber sie machen es. Uebrigens auch seelenruhig auf den Boden, wie mein Sitznachbar zwei Stuehle weiter gerade beweist *graus* Der allerdings begnuegt sich nicht damit, sondern schnaeuzt sich auch noch dazu. Ja, auf den Boden.

Also, wappnet euch. Weitere Details erspare ich fuer den Moment.

Was tut sich sonst so hier? In meinem letzten Eintrag habe ich erwaehnt, dass wir uns aufmachen wollten zum Pubquiz. Das haben wir auch getan - Julien, Brandon, Andres und ich. Dort angekommen, waren wir zu spaet, aber wir haben gleich ein bereits bestehendes Team gefunden, das uns aufgenommen hat.. Allerdings hatten die in ihrer Hoffnungslosigkeit schon etwas aufgegeben
Aber die Hauptstaedterunde hat uns back on track gebracht (tja, das Training im Bus nach Luxemburg hat sich eben gelohnt!) und ratet mal, wer beim Allgemeinwissen beantworten konnte: "Which currency did the Euro replace in Austria?"


Die Nacht wurde lang und spaeter haben wir in Sanlitun in unserer quasi-schon-Stammbar den nepalesischen Botschafter kennen gelernt, der es sich nicht nehmen hat lassen, aus Anlass von Andres' Geburtstag eine (oder 5?) Runden Tequila zu spendieren.. Gestern Nachmittag waren wir dann im Happy Valley (okay, die Seite ist auf Chinesisch, aber es gibt Bilder) und ich habe gelernt, dass es KEINE gute Idee ist, mit leichten Kopfschmerzen Achterbahn zu fahren..
Morgen habe ich mein erstes groesseres Exam, es wird also Zeit, sehr viele Vokabeln und Schriftzeichen zu lernen. Zai jian!

1 Kommentar 21.9.06 08:57, kommentieren

Wahlkarte!

So, es gibt nichts weltbewegend Neues hier in China, ausser, dass meine Wahlkarte heute angekommen ist. Mit Scham und Schrecken muss ich eingestehen, dass es mir recht neu war, dass nicht sieben, sondern acht Parteien drauf stehen. Google spuckt auch nicht allzu viel zur NFOE aus, abgesehen von Seiten, die sich nicht laden lassen. Also wird das wohl doch keine wahnsinnige Beeinflussung meiner Wahlentscheidung

In zwei Tagen gibt es den Pass samt Visum wieder zurueck. Was sich gut trifft, denn wenn ich waehlen gehen will, muss ich ja den Pass als Identitaetsbestaetigung mitbringen.

Was hat sich sonst so getan am Wochenende? Am Freitag Abend gab es stilechtes chinesisches Karaoke, wo man einen Raum mietet und singt, was das Zeug haelt. Zum Leidwesen meiner hauptsaechlich amerikanischen Mitsaenger konnte ich nicht mit einer Performance von "Edelweiss" aufwarten, obwohl das tatsaechlich angeboten wurde.

Am Samstag haben wir dann einen Doppelgeburtstag gefeiert und sind spaet, aber doch in einer Bar gelandet, wo die Musik sehr gut war, aber das Bier *gasp* drei Euro gekostet hat. Interessant, wie schnell man sich an das niedrige Preisniveau gewoehnt, wir fanden den Bierpreis ziemlich unerhoert!

Gestern hat uns der nimmermuede Alejandro zu einer brasilianischen Party am Nachmittag mitgenommen. Ich hoffe, ich kann morgen oder uebermorgen endlich die ersten Fotos praesentieren! Langsam wird es ja Zeit und Julien hat mir versprochen, dass ich seine haben kann (im Austausch fuer Webspace, sozusagen).

Universitaer alles im gruenen Bereich - das exam vom Freitag ist deutlich besser ausgefallen, als ich es mir erwartet hatte. Aber die Zeichen werden immer noch nicht weniger!

5 Kommentare 25.9.06 12:16, kommentieren