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Allerheiligen?!

Dieser Eintrag könnte eigentlich genauso beginnen wie der letzte, wenn man bedenkt, dass schon wieder ein freier Tag ist in Österreich und hier - tadaa - ...nicht. Man verliert die ganze Orientierung, die man sich in all den vergangenen Schul- und Studienjahren entlang der Feiertage so aufgebaut hat.

Die letzten Tage waren durchaus aufregend, von einer Wohnungseinweihungsfete über das Cultural Festival an der Peking University (was für ein Déjà-Vu.. erst, als das Taxi in den Campus gefahren ist, habe ich festgestellt, dass das ja, welche Überraschung, genau da stattgefunden hat, wo im März das World-MUN veranstaltet wurde) bis gestern Abend, als ich mich (*wein*) schon wieder von Gudi verabschieden musste und mich womöglich versehentlich zum Querflötenspielen an der österreichischen Botschaft Ende Jänner engagieren habe lassen.

Ansonsten bin ich verkühlt, deshalb fällt dieser Eintrag auch etwas kürzer aus. Werde mich aber bis zum nächsten Mal um mehr bemühen. Ach ja, und die Fotos von Datong sind endlich online.  

7 Kommentare 1.11.06 08:55, kommentieren

Wo hen mang!

.. oder in anderen Worten - ich bin sehr beschäftigt. Morgen steht das erste midterm exam ins Haus, und obwohl es entgegen der Erwartungen laut der heutigen Ankündigung nicht allzu schwierig werden soll, hält es uns doch auf Trab. Am Freitag folgt der mündliche Teil und nächsten Montag dann noch einmal eine schriftliche Prüfung. Es ist ja trotz allem nicht so, dass ich zum Spaß hier bin

Nichtsdestotrotz muss die Freizeit natürlich auch entsprechend koordiniert werden und dementsprechend gab es wieder eine Wohnungseinweihungsparty, auf der diesmal laut Gastgeber vierzehn Nationen vertreten waren. Im Übrigen steht Beijing im Zeichen des China-Afrika-Gipfels, der zwar nun vorbei ist, aber so lange seine Schatten vorausgeworfen hat, dass es wohl noch eine Weile dauert, bis selbige wieder verblassen. Die roten Willkommens-Freundschafts-Friedens-Banner, mit denen man die ganze Stadt dekoriert hat, sind allerdings am Wochenende vom Winde verweht worden. Fast drängte sich mir in den letzten drei Tagen der Verdacht auf, dass die Ausläufer von Cimaron hier angekommen sind, aber das ist wohl doch etwas weit hergeholt. Morgen soll der Sturm allerdings aufhören und das bedeutet, dass die Temperaturen sich wieder bei 17 - 18 Grad einpendeln werden (und ja, ich genieße das, vor allem, wenn ich mir die Wetterwerte in Mitteleuropa so ansehe..!)

Erfrieren werde ich also vorerst nicht und Stromausfälle gibt es hier auch keine. Hehe.

3 Kommentare 6.11.06 09:16, kommentieren

Exam results!

Tja, was soll ich sagen.. da wollte ich gerade über das exam schreiben und schon finde ich einen Kommentar dazu, hehe..

Diese Woche stand also wie gesagt im Zeichen des midterm exams, aber da man Feste feiern muss, wie sie fallen, ereigneten sich durchaus auch andere Highlights, die etwas.. ungünstig mit eben diesem exam zusammenfielen. Wie wir heute wieder gelernt haben, soll man aber trotzdem besser auf manche Dinge nicht verzichten, und so habe ich gestern (heute? ) einen ausgezeichneten Abend mit Annett und Karin verbracht (nur Gudi hat natürlich dermaßen gefehlt..!!), obwohl für heute die mündliche Prüfung drohte. Da es ihr letzter Abend in Peking war, hätte man auch nichts verschieben können, es musste also sein.

Nachdem ich gerade die Ergebnisse für die schriftliche und mündliche Prüfung erhalten habe, könnte (!!) man fast schon meinen, dass die zwei Monate bisher nicht umsonst waren, was mein Chinesisch betrifft, etwas scheint doch hängengeblieben zu sein. Danke für alle guten Wünsche bezüglich der Prüfungen, das Daumendrücken hat wirklich, wirklich geholfen und nachdem ich heute noch auf 34 von 40 Punkten mündlich gekommen bin, liegt mein erstes Ergebnis für Conversation bei 91,5 von insgesamt 100 Punkten (um alle Fragen von daheim, die mich danach schon erreicht haben, gesammelt zu beantworten) Allerdings wurden meine Geschwister notgedrungen zu Englisch- und Französischstudenten dafür.

Allerdings zählt das ja leider nicht für Reading and Writing, und deshalb muss ich doch endlich anfangen, mich für Montag vorzubereiten.. aber vielleicht erst, wenn ich von gestern Abend erholt bin. Ah ja, und ich bin gerade dabei, Fotos upzuloaden. Der Hash-Folder wird massiv erweitert und ein paar neue Alben kommen dazu.

ETA - re Fotos: Die Fotos des Zimmers sind nicht von meinem Zimmer, sondern von Yasmines Zimmer, nichtsdestotrotz sieht meines ja genau gleich aus (nur ist ihres aufgeräumter.. und na ja, sie hat die Fotos ja auch gemacht. Ach ja, und eine Hälfte meines Zimmers ist.. sehr in rosa gehalten. .. Es ist nicht meine Hälfte.) Und ich empfehle einen Blick in den Folder Donhuamen Night Market, es gibt zig Bilder aller Köstlichkeiten, die dort zu erhalten sind. Nicht nur von Skorpionen.

3 Kommentare 10.11.06 08:05, kommentieren

Ferien, sozusagen

Das ist zwar (leider) nicht wörtlich zu nehmen, aber vorerst fühlt es sich schon fast so an, nachdem die midterm exams alle vorbei sind und die finals noch zwei Monate entfernt sind (oder nur mehr zwei Monate? Das ist ja kürzer, als ich überhaupt schon hier bin!) Die Ergebnisse für Reading und Writing sind heute angekommen und bei 94 von 100 Punkten kann ich mich fast schon auf meinen Lorbeeren ausruhen. Oder auch nicht, ich fürchte, das spiegelt nicht ganz die Realität meiner Chinesischkenntnisse wieder, aber zumindest klingt es gut. Ansonsten ergeben sich hier verrückte Ideen wie jene, Silvester in Hongkong am Strand zu feiern oder jene, im Juli mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Europa zurückzukehren. Beides durchaus überlegenswert, momentan versuchen wir, die Zugpreise nach Hongkong auszutüfteln, damit uns der mögliche Trip nicht ruiniert.

Kleine originelle Ereignisse beinhalteten in der letzten Woche unter anderem einen Amerikaner, der mit mir unbedingt über Hermann Broch diskutieren wollte, und einen Abend mit chilenischem Wein, spendiert von Clementine (ja, hier muss man Wein aus Chile trinken, um überhaupt guten Wein zu erhalten)

Chinesische Kuriositäten sind momentan weniger erwähnenswert, ich habe den Verdacht, dass ich schon an das meiste gewöhnt bin, was ich hier so sehe Obwohl ich wieder einmal den Mut bzw. die Lebensmüdigkeit einiger Polizisten bewunderte, die sich zu dritt auf die Kreuzung einer achtspurigen und einer sechsspurigen Straße gestellt haben und versucht haben, den Verkehr von Hand zu regeln - und das in einer Stadt, wo sich ja schon niemand um die Ampeln kümmert :D Oder vielleicht tun sie das schon, nur gilt ja für einen Fußgänger das Grundprinzip, dass, wenn er die Straße bei Grün überqueren will, immer noch von drei Richtungen Autos kommen könnten. Das könnte einen Eindruck von Chaos erwecken.

3 Kommentare 15.11.06 11:06, kommentieren

Der Winter naht.. auch hier.

Désolée ob der momentanen Flaute an Einträgen, einerseits war ich ziemlich beschäftigt, andererseits tut sich nichts weltbewegend Neues hier. Obwohl es natürlich durchaus erwähnenswert ist, wenn man vom obersten Direktor der größten Bank des Landes zum Essen eingeladen wird (6 Gänge! Französischer Wein!) und zufällig mit dem Enkel eines ehemaligen französischen Präsidenten in der Kai-Bar feiert.

Es begab sich also, dass viele der honorigen Herren (Politiker und Universitätsrektoren aus ganz China), die sich momentan hier an der Universität aufhalten, vom Direktor der Bank of China zu einem Empfang geladen wurden. Da eben diese Herren auch stets ihr Englisch verbessern wollen, schien es nur naheliegend, ein paar liuxuesheng zum Empfang zu bitten, darunter auch mich. Pflichtbewusst sind wir der Einladung nachgekommen..! Und es hat sich gelohnt.

Ansonsten wird es kalt hier. Und ich meine kalt. Das klitzekleine Hoch, das für morgen angesagt ist, rettet uns auch nicht. Letzte Nacht, ich traute meinen Augen kaum, hat es geschneit - und entgegen einiger Wetten kamen die Schneeflocken nicht schwarz vom Himmel. Liegen blieb zwar noch nichts, aber als Vorbote reicht das ja schon! Davon, dass in 4 Wochen Weihnachten ist, merkt man hier allerdings nichts  

2 Kommentare 25.11.06 15:35, kommentieren

Inspektion!

Es ist Zeit für einen neuen Bericht aus China, und die beste Zeit ist immer jene am Abend vor einer Prüfung. Ja, es gibt schon wieder eine Prüfung, und bevor ich mich damit beschäftige, wie man am besten ausdrückt, dass man auf der Post ein Paket aufgeben will oder für eine Delegation ausländischer Firmen in Shanghai simultan übersetzen will, wird es doch Zeit, vom Universitätsleben hier zu erzählen.

Nächsten Montag bis Mittwoch gibt es nämlich eine Inspektion auf der Universität hier.  Unsere Professoren haben uns ausdrücklich nahegelegt, besser gar nicht zu kommen, als zu spät zu erscheinen. Normalerweise funktioniert es hier so (im Fall eines müden liuxuesheng, wie ich es bin) -

7:15 - der Wecker läutet. Man öffnet ein müdes Auge, beschließt, noch fünf Minuten liegen zu bleiben und kommt dem auch nach.

7:30 - man MUSS aufstehen. Immer noch müde, schafft man es, sich doch für den Kurs fertigzumachen und begibt sich ins Erdgeschoß, um sich mittels Kaffee (eine traurige Sache übrigens. Dass man tatsächlich beginnt, den Kaffee aus dem Automaten hier zu brauchen. Ich sage nur - der Automatenkaffee auf der Akademie war eine Delikatesse dagegen.) und einer Morgenzigarette vor der Tür halbwegs ansprechbar zu machen.

7:55 - man begibt sich Richtung Unterrichtsgebäude. Hier wird es nun spannend. Wird man überrannt werden? Oder nicht? Denn sobald sich die Uhr auf 8:00 bewegt, wird man, entspannt und der akademischen Viertelstunde entgegen sehend, überrascht von einem gestressten chinesischen Studenten nach dem anderen. Ein Zielsprint wird hingelegt, koste es, was es wolle. Das Einzige, was zählt, ist, vor dem Läuten der gefürchteten Glocke im Klassenzimmer zu sein. Wer nun jemals auf einer österreichischen Universität studiert hat, kann erahnen, welche Umgewöhnung es erfordert (ich möchte allerdings betonen - nicht nur für mich)

8:05 - erschöpft, aber doch hat man es geschafft, sich in der Menschenmenge an den richtigen Platz zu begeben.

Fast forward - 11:40. Kurse sind vorbei und man tut alles, um sich  selbstständig die Treppen hinunterzukämpfen, anstatt getragen zu werden. Noch wichtiger - man versucht, in die Mensa zu kommen, bevor Hunderte von chinesischen Studenten (die idealerweise erklären können, was sie essen wollen) das Angebot geräumt haben.

Was sich nun massiv ändern soll für drei Tage,  ist, dass man

1. pünktlich ist

2. nicht im Gebäude raucht

3. abends im sushe keinen Lärm macht.

Nun, Letzteres betrifft uns weniger - die internationalen Studenten sind im Allgemeinen am Abend recht friedlich, sofern sie nicht aus der Mongolei kommen. Dass sich die mongolischen Studenten am Abend etwas zurücknehmen sollten, kommt uns eher gelegen.

Ich hätte im Übrigen noch anzumerken, dass ich (dank Julia) hörte, dass es in Lille anscheinend 20 Grad hat. Ich würde derartige Temperaturen sehr begrüßen, schließlich gibt es hier keinen Christkindlmarkt, aber dafür haben wir die Kälte.. Ich musste 62 Weihnachtslieder auf meinen iPod laden, um so langsam zu beginnen, vielleicht doch noch in Weihnachtsstimmung zu kommen

3 Kommentare 30.11.06 12:38, kommentieren